Sprachfreie Hörwahrnehmung

Auch die Grundprozesse des Hörens werden im Laufe des Lebens erlernt. Dies geschieht schon durch die täglichen Anforderungen beim Erlenen  der Sprache. Sie bilden die Grundlage des bewussten genauen Hörens und sind beim Erwerb der Sprache und der Schriftsprache sehr wichtig. Nur noch wenige Kinder singen und musizieren und schulen auf diese Weise ihr Gehör.

Es kann sein, dass elementare Hörunterscheidungen nicht zuverlässig erbracht werden:
1. die Unterscheidung der Lautstärke
2. die Unterscheidung der Tonhöhe
3. die Erkennung von kurzen Lücken in einem Ton
4. die Zeitordnung von zwei verschiedenen Tönen mit einem Ohr.

Diese Hörleistungen sind unabhängig von der Intelligenzleistungen der Kinder.

Sprachfreie Hörwahrnehmung

Grundprozesse des Hörens, Hörunterscheidung, Legasthenie

Die Grundprozesse des Hörens müssen im Laufe des Lebens erlernt werden. Dies geschieht, wie auch beim Sehen, meist "von allein" durch die täglichen Anforderungen an diese Hirnfunktionen. Sie bilden die Grundlage des genauen und bewussten Hörens und spielen für den Erwerb der Sprache und Schriftsprache eine entscheidende Rolle.

Es kann sein, dass schon sehr einfache Hörunterscheidungen nicht zuverlässig genug erbracht werden können. Durch sprachfreie Hörtests kann man heute die entsprechenden Hörleistungen messen. Solche Tests sind ebenfalls von der AG Hirnforschung in Freiburg in Zusammenhang mit der Pädaudiologie und Phoniatrie der Medizinischen Hochschule Hannover entwickelt und normiert worden.
Die Tests beinhalten die Prüfung der Lautstärkenunterscheidung, der Tonhöhenunterscheidung, der Erkennung von Pausen in einem Ton, und die Erfassung der Zeit- und Seitenordnungsschwelle. Keiner dieser fünf Tests verlangt eine sprachgebundene Leistung und sie sind unabhängig von den Intelligenzleistungen der Kinder.

 

                                      fonofix

Auch die Hördefizite können nach entsprechender Diagnostik durch ein kontrolliertes Training verbessert oder behoben werden. Die Erfolgsquoten liegen für die verschiedenen Unterfunktionen zwischen 50 und 80 %. Ein erfolgreiches Hörtraining überträgt sich auf sprachgebundene Hörleistungen und auf die Rechtschreibung.