Was bedeutet integrative Lerntherapie?

Integrative Lerntherapie intendiert die Förderung des Kindes in seiner ganzen Persönlichkeit. Sie setzt eine genaue Analyse der vorhandenen Ressourcen und Defizite voraus.

Die therapeutischen Ziele sind auf langfristige Veränderungen hin angelegt. In diesem Sinne verstehen wir lerntherapeutische Förderung als systematisch geplanten Prozess, dessen Verlauf in regelmäßigen Abständen durch Förderdiagnostik überprüft wird, um Entwick-lungsfortschritte aufzuzeigen und die sinnvolle Koordination einzelner Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen.


Die Inhalte und eingesetzten Methoden sind vielfältig. Auf der Grundlage einer Erstdiagnostik orientieren sie sich an den Ressourcen des Kindes und bieten Hilfen an, die an den aktuellen Stand der Fähigkeiten anknüpfen.

Lern- und Leistungsprobleme sind Bestandteil eines komplexen Gefüges mit unterschied-lichen Variablen, die sich gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen können. Dies setzt eine intensive Kooperation mit allen Personen voraus, die an dem System "Lern- und Leistungsstörungen" beteiligt sind.

Für die praktische Arbeit im SOS-Zentrum für integrative Lerntherapie bedeutet das:

  • Neben dem integrativen Bezug unterschiedlicher Konzepte und Methoden bei der Förderung des einzelnen Kindes intendiert die Therapie die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, denn nur so können tatsächlich langfristige Veränderungen angebahnt werden.
  • Das Team des Lernzentrums Gelderland besteht aus pädagogisch und psychologisch ausgebildeten Fachkräften, die eine intensive Einarbeitung in theoretische und praktische Elemente integrativer Lerntherapie erhalten. Im Rahmen regelmäßig stattfindender Teamsitzungen werden kontinuierlich Bereiche lerntherapeutischer Arbeit vertieft.
  • Darüber hinaus finden alle 12 Wochen auf der Basis der Prozessdiagnostik Gespräche mit den einzelnen Therapeuten über jedes Kind statt.