Konzentrationstraining

Was kann ich tun, damit meine Konzentrationsfähigkeit verbessert wird?

Grundgedanke des Konzentrationstrainings ist es, den Arbeitsstil oder "kognitiven Stil" eines Kindes zu verändern. Es handelt sich hierbei um den individuellen Stil der Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung. Die Genauigkeit der Wahrnehmung und das persönliche Tempo bei der Lösung eines Problems sind dabei von großer Bedeutung. In der Literatur wird oft zwischen einem "impulsiven" (die Bearbeitung der gestellten Aufgaben erfolgt planlos) und einem "refelxiven" Arbeitsstil (Überprüfung aller möglichen Lösungsansätze) unterschieden.

Ungenaues und überstürztes oder präzises und planvolles Vorgehen beim Denken und Lernen stehen im Zusammenhang mit der inneren kognitiven Steuerung der Aufmerksamkeit. Durch die Vermittlung von Denkstrategien kann das Kind lernen, seine Aufmerksamkeit besser zu steuern und zu strukturieren.

Ziel des Konzentrationstrainings ist somit die Förderung eines refelxiven Arbeitsstils. Dabei stehen mehrere Faktoren im Vordergrund:

  • Erhöhung der Selbststeuerung, der Selbstständigkeit und der Selbstakzeptanz des Kindes
  • Verbesserung der Motivation durch erfolgreiches Bearbeiten von Aufgaben und durch angemesseneres Umgehen mit Fehlern
  • Veränderung der Eltern - Kind- und Lehrer - Kind - Interaktion


Programme, die dem Lernzentrum Gelderland zur Verfügung stehen:

  • Konzentrations - Trainingsprogramm für Kinder des 3./4. Grundschuljahres (Hippenstiel/Krautz)
  • Für zappelige Grundschulkinder: Konzentrationsaufbau Klasse 1 -  4 (Junga)
  • Gehirnjogging für die Grundschule (Junga)
  • Diverse Konzentrationsspiele (z.B. Lauster)
  • Marburger Konzentrationstraining (Krowatschek)
  • "Konzentrationsschwäche überwinden - Denkvermögen steigern" (Ott)
  • Konzentrationssteigerung für 10 - 13-jährige (Hollunder)
  • "Verflixt, das darf ich nicht vergessen." Das umfassende Trainingsprogramm für Ihr Gedächtnis“ (Band I und Band II) (Oppolzer)

"Gedächtnis", "Konzentration" und "Aufmerksamkeit" sind in der Schulpraxis häufig verwendete Termini, die aber bei genauerer Betrachtung jeweils aus einer großen Anzahl verschiedener Teilleistungen bestehen. Die bloße Feststellung einer "Konzentrationsschwäche" bei einem Kind hat daher weder diagnostischen noch therapeutischen Wert, bevor nicht festgestellt ist, was die Ursachen für den beschriebenen Mangel sind und auf welche Teilfunktion(en) er sich erstreckt.